Pronunciations
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[ˈveːɐ̯tˌʔeːtɪk]
Noun
Ansatz der praktischen Philosophie, der ein unabhängiges Reich der Werte im Sinne einer absoluten Ethik annimmt
- Examples
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„Max Schelers Wertethik ist ein bemerkenswerter, aber gescheiterter Versuch, den Relativismus und die Diskrepanz zwischen Sein und Sollen zu überwinden.“
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„Anders als der heute gängige Sprachgebrauch, dem in der Ethik die Rede von „Werten und Normen“ geläufig genug ist, es nahezulegen scheint, ist eine eigentliche „Wertethik“ eine eher späte Erscheinung in der Entwicklung der Praktischen Philosophie. Die „Wertethik“ kann mit ihrem Auftreten im 19. Jahrhundert zum einen als Reaktion auf den Kantischen „Formalismus“, von dem oben die Rede war, verstanden werden. […] Die Wertethik tritt aber zugleich wohl nicht zufällig just zu dem Zeitpunkt auf, zu dem die Ökonomie sich anschickt, die (politische) Leitwissenschaft zu werden; man kann deshalb zu Recht sagen, daß „dem deutschen Begriff ‚Wert’, ebenso wie seinen Äquivalenten ‚valor’, ‚valeur’, ‚value’ […] die Abkunft aus dem ökonomischen Bereich an die ‚Stirn geschrieben’“ ist.“